Historie

Der Club zu Bremen von 1783

Mit seiner über 230 Jahre alten Geschichte ist der Club zu Bremen der älteste und einer der größten Gesellschaftsclubs seiner Art in Deutschland. Als Kind der Aufklärung hat er sich 1783 seine erste Satzung gegeben.

„Gesellschaft Museum“ nannte sich die Vereinigung von aufgeklärten Bürgern, die aus einer Lesegesellschaft und einer so genannten Physikalischen Gesellschaft hervorgegangen war. Ganz dem Zeitgeist des ausgehenden 18. Jahrhunderts verpflichtet, in dem das Bürgertum sich für Literatur, Kunst und Naturwissenschaften zu interessieren begann, um das Räsonnement über die neuen, säkularen Fragen und Erkenntnisse ihrer Welt in kleinen, vertrauten Zirkeln zu pflegen.

Vor über achtzig Jahren, 1931, fusionierten die „Gesellschaft Museum“ und die „Bremer Gesellschaft von 1914“ zum „Club zu Bremen“, dem Ludwig Roselius großzügig gestaltete Club-Räume im Haus Atlantis in der Böttcherstrasse zur Verfügung stellte. Die geistige und politische Unabhängigkeit des Clubs zu pflegen und sich in gegenseitiger Achtung unvoreingenommen zu informieren, war das Credo der im „Club zu Bremen“ vereinigten Bürger, die sich damals auch als Bollwerk gegen jedwede parteipolitische Einflussnahme verstanden.

Das prächtige Domizil im Haus Atlantis in der Böttcherstrasse fiel dem 2. Weltkrieg zum Opfer. 1952 konnte das Clubleben in den Renaissance-Gewölben des Schütting wieder aufgenommen werden. Dort residiert der „Club zu Bremen“ seit mehr als einem halben Jahrhundert und beweist nicht nur mit seinen Vortragsveranstaltungen, wie aktuell der Geist der Aufklärung auch am Beginn des 21. Jahrhunderts noch sein kann.

Der Club zu Bremen hat z. Zt. 1200 Mitglieder. Neben Reisen, Besichtigungen, Theaterbesuchen und Weinseminaren stehen rund 20 Vortragsprogramme pro Jahr im Mittelpunkt des Clublebens. Die Liste der Referenten liest sich wie ein Who is Who der Eliten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien. Mit bedeutenden Gesellschaftsclubs im In- und Ausland pflegt der Club zu Bremen partnerschaftliche Beziehungen.